8 Juli 2011 0 Kommentare

3D-Fernsehen ist auch zuhause problemlos möglich

Der Artikel erläutert das 3D Erlebnis zu HauseSchon in alten Science-Fiction-Filmen wusste man, dass das 3D-Fernsehen das TV der Zukunft sein würde und da der technische Fortschritt auch in Sachen Unterhaltungselektronik immer schneller vonstattengeht, gibt es schon jetzt die ersten 3D-fähigen Fernseher auf dem Markt. Doch wie funktioniert 3D-Fernsehen überhaupt und was braucht man, um auch zuhause in den Genuss von dreidimensionalen Filmen und Serien zu kommen?

3D-Filme: Die Technik

Tatsächlich fand die erste Vorführung eines 3D-Films bereits in den Fünfziger Jahren statt, war damals jedoch noch in Schwarz-Weiß gehalten. Dennoch war die Technik praktisch dieselbe. Die Macher von 3D-Filmen und für deren Wahrnehmung geeigneter Geräte bringen das Gehirn dazu, mit jedem Auge ein unterschiedliches Bild zu sehen, welches dann vom Gehirn zu einem dreidimensionalen Eindruck zusammgefügt wird. Um dies zu erreichen gab es lange Zeit spezielle Brillen mit einem grünen und einem roten Glas aus Plastik. Das in 3D wahrzunehmende Objekt, entweder ein schlichtes Bild oder, wie Anfang der Fünfziger Jahre im Kino, ein Film, wurde ebenfalls teilweise in grün und teilweise in rot dargestellt. Hierdurch hatte man genau den gewünschten Effekt. Ein Auge nahm nur die grünen Bestandteile und das andere ausschließlich die roten Bestandteile des Films war, wodurch das Gehirn beide nun getrennt voneinander wahrgenommen Teile zu einem dreidimensionalen Bild zusammenfügen konnte.
Zwar sind es heute nicht mehr rote und grüne Brillen und Filme, die für 3D-Genuss im Kino oder am heimischen TV sorgen, sondern, je nach verwendetem System, sogenannte Polarisations- oder Shutterbrillen.

3D-Fernsehen mit Polarisationsbrillen

Beim System mit der Polarisationsbrille stellt der Fernseher oder die Kinoleinwand den Film in extrem schneller Folge abwechselnd rechtsschwingend und linksschwingend dar. Die sogenannte Polarisationsbrille, eine einfache Brille aus Plastik, sorgt mit ihren zwei unterschiedlichen Gläsern dafür, dass von einem Auge lediglich die rechtsschwingenden Bilder und vom anderen Auge ausschließłich die linksschwingenden Bilder wahrgenommen werden. Da sich die vom Fernseher ausgehende Schwingung ca. 100 mal in der Sekunde verändert, wird das Gehirn dazu veranlasst, den Wechsel zu einem 3D-Bild zusammenzusetzen. Letztlich handelt es sich also bei der Polarisationsbrille nur um eine Art Filter, ähnlich der Technik mit der grün-roten Brille. Der Vorteil dieser Technik ist vor allem das leichte Gewicht und der geringe Preis der einzusetzenden Brille. So wird diese bei 3D-Vorstellungen im Kino mitunter sogar verschenkt und benötigt daher für den 3D-Genuss zuhause lediglich die Anschaffung eines geeigneten Fernsehgeräts, von denen es mittlerweile jedoch schon viele gute Modelle auf dem Markt gibt, die allesamt ihren Zweck einwandfrei erfüllen und zudem auch noch nicht viel teurer sind als herkömmlich Fernsehgeräte.

3D-Fernsehen mit Shutterbrillen

Auch bei der zweiten Technik für dreidimensionales Fernsehen ist das Prinzip dasselbe: Das Gehirn wird dazu gezwungen, in schnell wechselnder Folge jeweils nur das Bild eines Auges wahrzunehmen. Im Gegensatz zur Polarisationsbrille kommt hierbei jedoch kein Filter zum Tragen. Stattdessen verdeckt eine in die Brille eingebaute elektronische Steuerung abwechselnd eines der beiden Augen, sodass auch hier das vom Fernseher ausgestrahlte Bild in schneller Folge immer nur von einem einzigen Auge wahrgenommen wird. Der Nachteil dieser Technik ist jedoch der hohe Preis einer solchen Brille, welche, je nach Herstellter ab ca. 50 Euro zu haben ist, und vor allem aufgrund des Batteriebetriebs recht schwer ausfällt.

IMG: Günter Slabihoud – Fotolia

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