28 Juni 2011 0 Kommentare

Digitales Fernsehen oder analoger Empfang?

Der Artikel klärt Vorteile und Unterschiede von digital und analog FernsehenIm Zuge der sogenannten Analogabschaltung wird auch das lange Zeit populäre analoge Kabelfernsehen allmählich auf digitale Signale umgestellt. Während andere Sendearten, wie Satellitenfernsehen oder DVB-T bereits vollkommen digital sind, wurden die Signale beim Kabelfernsehen noch lange Zeit analog übertragen.

Analog oder digital – wo ist da der Unterschied?

Während bei dieser analogen Übertragungsart das Sendesignal direkt weitergeleitet wird und dann sofort vom Empfangsgerät interpretiert werden kann, so handelt es sich bei einem digitalen Signal praktisch um eine Übersetzung des analogen Signals und dementsprechend um eine indirekte Übertragungsweise. So wird das Signal vor der Übertragung, also vor der Einspeisung ins Netz, zunächst digitalisiert, um somit die zur Verfügung stehende Bandbreite ökonomischer nutzen zu können, um schlussendlich wieder in ein analoges Signal verwandelt zu werden, welches das Empfangsgerät dann in Bild und Ton umsetzen kann.

Der Vorteil digitalen Fernsehens liegt vor allem in dieser ökonomischeren Ausnutzung der verfügbaren Bandbreite. So können über digitales Fernsehen deutlich mehr Sender empfangen werden, als dies mit einem analogen Signal möglich wäre. Zwar bringt dies eine leicht geringere Qualität des Bildes und des Tons mit sich, da das analoge Signal im Zuge der Digitalisierung in einzelne Portionen zerschnitten und letztlich wieder zusammengesetzt wird, jedoch sind diese Qualitätseinbußen insbesondere für Laien kaum bemerkbar. Ein weiterer großer Vorteil des digitalen Fernsehens sind zudem die sogenannten Electronic Program Guides (EPG), mithilfe derer sich der Verbraucher zusätzliche Informationen zum aktuellen und kommenden Programm beschaffen kann. Viele Sender bieten überdies auch noch weitere nette Dienste, wie beispielsweise Wettervorhersagen oder Programmempfehlungen an.

Voraussetzungen für digitales Fernsehen

Um in den Genuss dieser netten Funktionen sowie einer erheblich höheren Anzahl unterschiedlicher Sender zu kommen, benötigt der Verbraucher neben dem Empfangsgerät, also dem Fernseher, einen digitalen Fernsehanschluss, welchen man in den meisten Teilen Deutschlands mittlerweile problemlos bestellen kann. Der Dienst wird anschließend über die normale Netzdose für das Kabelfernsehen bereitgestellt und kann anschließend entweder direkt über ein entsprechendes Kabel in den Fernseher eingespeist oder zunächst durch einen digitalen Receiver umgewandelt werden. Ob das Fernsehgerät das digitale Signal selbst interpretieren kann oder ein Receiver für die Rückumwandlung in ein für den Fernseher verarbeitbares analoges Signal nötig ist, hängt vor allem vom Alter des Empfangsgeräts ab. In aller Regel können die meisten neueren Gerät digitale Signale jedoch problemlos auch ohne vorgeschalteten Receiver verarbeiten, sodass keine weiteren Anschaffungen von Nöten sind.

Neben dem digitalen Fernsehen auf dem Weg des Kabelfernsehens, bestehen jedoch noch weitere Möglichkeiten des Empfangs von digitalem Fernsehen. So ist das bereits seit Beginn der Neunziger Jahre beliebte Satellitenfernsehen ebenfalls digital, weshalb auch dieses einen entsprechenden Receiver benötigt und mit der wohl größten Programmvielfalt überaupt zu überzeugen weiß. Der Unterschied zwischen dem digitalen Satellitenfernsehen und dem digitalen Kabelfernsehen ist dabei der Empfangsweg. Während beim Satellitenfernsehen das Signal direkt vom Endverbraucher empfangen wird und er dementsprechend die Antenne zur Verfügung stellen muss, wird das digitale Kabelfernsehen über Breitbandkabel unter der Erde in die Haushalte gebracht und teilweise gänzlich ohne Umweg über einen Satelliten direkt von den Fernsehsendern in das Netz eingespeist. Besonders hierdurch ist das digitale Kabelfernsehen deutlich unabhängiger von schlechten Witterungsverhältnissen und dem Satellitenempfang diesbezüglich überlegen, wenn auch hierfür im Vergleich zum Kabelfernsehen keine monatlichen Gebühren fällig werden.

Image: Paylessimages – Fotolia

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